Barbara Schöneberger, hier mit Oliver Welke, wird die Verleihungsgala wieder moderieren

im Bereich Information stehen Caren Miosga, Marietta Slomka und Dunja Hayali zur Wahl

Das bildstarke Zwanzigerjahre-Epos „Babylon Berlin“ ist insgesamt acht mal nominiert

Deutscher Fernsehpreis 2018:
Klartext in der Information und grosse Unterhaltung in der Primetime


26. JANUAR 2018, KÖLN

Am 26. Januar wird im Kölner Palladium zum 19. Mal der Deutsche Fernsehpreis vergeben. Bereits im Dezember hatte die 14-köpfige Experten-Jury die Nominierungen in den fiktionalen Kategorien bekannt gegeben und das Fernsehjahr 2017 zum „Jahr der Serien“ erklärt. Nun haben die deutschen TV-Fachleute um den Jury-Vorsitzenden Lutz Carstens (Chefredakteur „TV-Spielfilm“) auch über die besten Produktionen und Einzelleistungen des vergangenen Fernsehjahres in Unterhaltung, Information und Sport entschieden. Die Entscheidung über die Preisträger fällt erst am Tag der Verleihung. Darüber hinaus vergeben die Stifter – ARD, RTL, SAT.1 und ZDF – einen Ehrenpreis. Barbara Schöneberger wird die wichtigste Auszeichnung der deutschen TV-Landschaft moderieren. Unterstützt wird sie dabei von prominenten Kollegen, die die Preisträger in den insgesamt 24 Kategorien verkünden. Die Federführung hat turnusgemäß SAT.1 übernommen, Kimmig Entertainment produziert die Gala zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.

Herausragende Leistungen sah die Jury im Bereich Information etwa bei den drei „Anchorwomen“ Dunja Hayali, Caren Miosga und Marietta Slomka. Im Wahljahr 2017 entschied sich die Jury bewusst für Formate, die politische Positionen jenseits der klassischen Wahlberichterstattung vermittelten: „Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check“, „Fahrbereitschaft“ (rbb)  mit Jörg Thadeusz und „Volksvertreter“ mit Jo Schück. In den TV- Dokumentation und Reportagen wurden die großen politischen und gesellschaftlichen Themen des Jahres in herausragender Weise behandelt. Entsprechend nominierte die Jury hier fünf außergewöhnliche Arbeiten.

In der Primetime-Unterhaltung wurden „Ninja Warrior Germany“ (RTL), „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX) und „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1) nominiert. In der Kategorie „Beste Unterhaltung Late Night“ „Luke! Die Woche und ich“, „Neo Magazin Royale“ und die „Die Pierre M. Krause Show“ an den Start. Im Sport könnten unter anderem die Formel-1-Experten Florian König und Niki Lauda auf der Pole Position landen. Hoffnungen dürfen sich auch die Tennis-Experten Florian König und Boris Becker und Niki Lauda für ihre Berichterstattungen zu den US Open machen.

Im Programmbereich „Fiktion“ wird es auf jeden Fall spannend: „2017 war ein enorm starkes Fernsehjahr, was sich insbesondere an den herausragenden Produktionen in den Kategorien Fernsehfilm und Mehrteiler und vor allem bei den Serien festmachen lässt“, so der Jury-Vorsitzende Lutz Carstens. In der Kategorie „Bester Fernsehfilm“ stehen das historische Biopic „Katharina Luther“, das Familiendrama „Eine unerhörte Frau“ sowie das zeitgeschichtliche Drama „Zuckersand“ zur Wahl. Bei den Mehrteilern gehen das Drama „Brüder“, der Spionage-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“ und der Politthriller „Tod im Internat“ an den Start. Bei den Drama-Serien darf man vor allem auf das Abschneiden von „Babylon Berlin“ gespannt sein. Die Überraschung des deutschen Fernsehjahres geht mit insgesamt acht Nennungen ins Rennen. Allerdings muss sich das bildstarke Zwanzigerjahre-Epos gegen die ebenso hochkarätig besetzte Geschichte der „Charité“, die Polit-Serie „Hindafing“ sowie die atmosphärisch dichten Milieustudien „Das Verschwinden“ und „4 Blocks“ antreten.

Die Liste der Nominierungen in den Personalkategorien des Bereichs „Fiktion“ ist hochkarätig besetzt: Beste Aussichten haben auch hier die Protagonisten von „Babylon Berlin“, Liv Lisa Fries und Peter Kurth. Mit Julia Jentsch, Anna Schudt, Nadja Uhl und Felicitas Woll sowie Maximilian Brückner, Edin Hasanović, Kida Khodr Ramadan und Tom Schilling ist die Konkurrenz allerdings bei beiden Geschlechtern groß. Für die „Beste Regie“ sind Ausnahmeregisseure wie Marvin Kren („4 Blocks“), Hans-Christian Schmid („Das Verschwinden“) sowie Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries („Babylon Berlin“) für ihre herausragenden Leistungen als „Serien-Showrunner“ nominiert.

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