Der erstmals unter SWR-Federführung ausgetragene deutsche ESC-Vorentscheid „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026″ hat alle Erwartungen übertroffen. Die 33-jährige Sarah Engels hat am Samstagabend (28. Februar) mit ihrem Song „Fire“ gewonnen und wird Deutschland im Mai bei der größten Musikshow der Welt in Wien vertreten. Vor allem das junge Publikum war begeistert: Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte der ESC-Vorentscheid bei 1,09 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern herausragende 27,4 Prozent Marktanteil. Das bedeutete den klaren Tagessieg in dieser Altersklasse, bei den 14- bis 29-Jährigen waren es sogar phantastische 40,9 Prozent. Auch beim Gesamtpublikum übertraf die rund dreistündige Show die Erwartungen: Nach vorläufig gewichteten Quoten schauten im Schnitt 3,651 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zu und bescherten dem Ersten einen Marktanteil von 18,1 Prozent – das ist die beste Einschaltquote seit 2002! Auch das Streamingangebot wurde intensiv genutzt. Der Event-Livestream erzielte 211.000 Abrufe, über den TV-Livestream in der ARD Mediathek kamen zusätzlich rund 700.000 Abrufe dazu.
Mit dem neuen Konzept der Sendung – bei der Auswahl der Acts nicht nur auf die Songs zu achten, sondern auch auf die Performance, ist voll aufgegangen – hat der SWR also alles richtig gemacht. Die von Kimmig Entertainment in Zusammenarbeit mit Lodge of Levity produzierte Bühnenshow war überwältigend und das Publikum konnte klar erkennen, wie die Songs auf der richtig großen Bühne am 16. Mai in Wien wirken werden.
Unter den insgesamt neun angetretenen Acts wählte eine internationale Fachjury aus 20 ESC-Teilnehmerländern ihre drei aussichtsreichsten Favoriten aus. Der Rest war allein Sache des Publikums. Und das entschied sich für Sarah Engels, die mit einem mitreißenden Auftritt und einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz überzeugte. Außerdem hatte es Molly Sue mit ihrem melancholischen „Optimist (Ha Ha Ha)“ in die engere Auswahl geschafft, ebenso die unkonventionelle Rock-Nummer „Black Glitter“, mit der wavvyboi Genregrenzen sprengte. Erstmals im Doppel, aber gewohnt schlagfertig führten Barbara Schöneberger und Hazel Brugger gemeinsam durch den Abend und sorgten für eine energiegeladene Moderation, Thorsten Schorn kommentierte die Auftritte gewohnt akzentuiert aus dem Hintergrund.